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Lehre

 

Kurzinfo

 

Das Fach Bauphysik vermittelt angehenden Architekten und Bauingenieuren innerhalb des Dortmunder Modells Bauwesen die erforderlichen Kenntnisse bezüglich Wärme, Feuchte, Schall und Brand. Bereits in der Planung müssen bauphysikalische Zusammenhänge zunehmend berücksichtigt werden. Gilt es doch neben der Schaffung eines hohen Qualitätsstandards für Wohnungen und Wohnumfelder, insbesondere auch den baulichen Bestand vor Schäden zu bewahren. Konsequenzen für die technische Ausführung ergeben sich z. B. auch aus gesetzlichen Verordnungen wie etwa aus der Energieeinspar-Verordnung (EnEV). Mit einer, die vier Spezialgebiete der Bauphysik umfassenden, übergreifenden Vorlesungskombination während der ersten beiden Semester soll den Studentinnen und Studenten der Fachrichtungen B1 und B2/3 schon für das erste gemeinsame Projekt (P1) eine fundierte bauphysikalische Grundlage geboten und das Problembewusstsein für bauphysikalische Zusammenhänge geschärft werden.

 

Das Fach TGA befasst sich mit den für die Funktion eines Gebäudes erforderlichen technischen Anlagen. Es vermittelt den Studierenden der Architektur und des Bauingenieurwesens Grundlagenwissen über diese Anlagen. In der späteren Praxis bei der Planung, Erstellung, Bewirtschaftung und dem Betrieb von Gebäuden werden diese Kenntnisse von den maßgeblich am Baugeschehen Beteiligten erwartet. Die Anzahl und Größenordnung der verschiedenen technischen Anlagen ergeben sich aus der jeweiligen Nutzung und Größe der Gebäude. Kleinere Einfamilienhäuser haben einen deutlich geringeren TGA-Ausstattungsgrad als z. B. Warenhäuser oder Kliniken. Hier können die TGA-Kosten bis zu 50 % der Gebäudeherstellungskosten ausmachen. Optimal aufeinander abgestimmte Architektur, Tragwerksplanung und Technische  Gebäudeausrüstung bestimmen maßgeblich die Investitions- und Folgekosten eines Gebäudes. Die Studierenden sollen diese Zusammenhänge möglichst früh erkennen. Deshalb ist der Lehrstuhl TGA bei dem fakultätstypischen Dortmunder Projektstudium voll integriert. Sowohl die Studierenden der Architektur als auch die des Bauingenieurwesens werden bei ihren ersten Gebäudeentwürfen bereits mit der, den Entwurf z. T. erschwerenden, TGA-Problematik konfrontiert und lernen, rechtzeitig mit diesen erschwerenden Randbedingungen umzugehen. Sie lernen, dass eine Vernachlässigung dieser Themenbereiche spätere Nachbesserungen erforderlich macht und dass unnötigerweise zusätzlich Ärger, Kosten und evtl. sogar eingeschränkte Funktionsfähigkeiten des jeweiligen Gebäudes vorprogrammiert sind. Neben den Kenntnissen über technische Anlagen mit den zu bevorzugenden Standorten, Leitungswegen und Anwendungen werden physikalische Grundkenntnisse der Bereiche Wärme (Kälte), Kraft und Licht vermittelt. Energie- und umweltrelevante Zusammenhänge gehören ebenfalls dazu, so dass moderne Themen wie Niedrigenergiehaus, Ressourcenschutz, CO2-Minderung, FCKW- und Halonverbot, Wärmerückgewinnung, raumlufthygienische/wärmephysiologische Anforderungen und vieles andere mehr für die angehenden Architekten und Bauingenieure keine Fremdwörter sind.