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Feuerverzinken im Brückenbau

 

Feuerverzinken im Stahl- und Verbundbrückenbau

FOSTA P835 / IGF-Nr. 351 ZBG

Das Projekt wurde gemeinschaftlich unter der Federführung des Lehrstuhls Stahlbau der TU Dortmund von diesen drei Forschungsstellen durchgeführt:

Forschungsstellen


Das Forschungsvorhaben wurde am 31.12.2013 erfolgreich abgeschlossen. Die wichtigsten Ergebnisse sind einer Arbeitshilfe zusammengefasst.
Die Broschüre kann auf DIN A3 oder DIN A4 ausgedruckt werden und durch zweimaliges Falten passt sie in jede Westentasche.

Broschüre Feuerverzinken

Ausgezeichnet mit dem Otto von Guericke Preis

Original Pressemeldung der AiF:

Sanierungsstau bei Brücken: Bundesweit sind viele Bauwerke so marode, dass sie nur eingeschränkt befahrbar sind. Sperrungen und kilometerlange Verkehrsstaus sind die Folge. Farben und Lacke schützen Stahl- und Verbundbrücken vor Korrosion. Nach rund 25 bis 30 Jahren müssen diese Beschichtungen jedoch mit hohem finanziellem Aufwand erneuert werden. Die Ingenieure Peter Lebelt vom Institut für Korrosionsschutz Dresden, Dennis Rademacher von der Technischen Universität Dortmund und Fabian Simonsen von der Staatlichen Materialprüfungsanstalt Darmstadt haben ein Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, die Feuerverzinkung im Brückenneubau anzuwenden. Sie garantiert einen langlebigen, wartungsfreien und robusten Korrosionsschutz von 100 Jahren. Das entspricht der rechnerischen Lebensdauer einer Brücke.

Die AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen würdigte diese Innovation mit dem Otto von Guericke-Preis 2014. Er wurde dem Forscherteam in einer Festveranstaltung anlässlich des 60jährigen Bestehens der AiF in Berlin am 8. Oktober verliehen. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird alljährlich für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vergeben. Die vorwettbewerbliche IGF wird im Innovationsnetzwerk der AiF und ihrer 100 Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Im Rahmen des ausgezeichneten IGF-Vorhabens, das die AiF-Forschungsvereinigungen Stahlanwendung, Gemeinschaftsausschuss Verzinken und Deutscher Ausschuss für Stahlbau koordiniert hatten, erbrachten die Wissenschaftler erstmals den bauingenieursmäßigen Nachweis, dass feuerverzinkte Stahlbauteile auch bei zyklisch belasteten Konstruktionen sicher eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt ihrer interdisziplinären Untersuchungen standen zum einen Simulationen, zum anderen experimentelle Untersuchungen. „Wir haben darüber hinaus durch viele Experimente festgestellt, dass feuerverzinkte Brücken auch unter dynamischer Verkehrsbelastung enorme ökologische und ökonomische Vorteile gegenüber klassisch beschichteten Brückenbauwerken bieten.“, erklären Lebelt, Rademacher und Simonsen. Zusätzlich konnten sie durch Bauteilproben, die an Brücken ausgelagert wurden, klimatische Einflussfaktoren bestimmen. Die Daten bildeten eine weitere Grundlage bei der Bewertung von Korrosionsbelastungen. Die Ergebnisse bestätigen, dass Zinküberzüge einen Korrosionsschutz von 100 Jahren gewährleisten können. Mit dem Bau der ersten feuerverzinkten Stahlverbundbrücke im Zuge der Erweiterung der A44 Kassel-Erfurt werden bereits im laufenden Jahr die erarbeiteten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse unmittelbar in die Praxis umgesetzt.

Der mittelständische Wirtschaftssektor Stahlbau besteht mit den am Brückenbau beteiligten Planern und Zuliefern vorwiegend aus kleinen und mittleren Unternehmen (kmU). Ebenfalls mittelständisch geprägt ist die Branche Feuerverzinken, deren Firmen vielfach für Metall- und Stahlbauunternehmen tätig sind. Mit den Forschungsergebnissen aus dem IGF-Projekt besteht großes Potenzial, den Brückenbau nun auch für feuerverzinkte Stahl- und Verbundkonstruktionen zu erschließen. Darüber hinaus kann der Markt für die Verzinkungsindustrie erstmals auf den Bereich von zyklisch beanspruchten Konstruktionen mit hoher korrosiver Belastung ausgebaut werden.

In der Mediathek der AiF finden Sie einen 3-minütigen Film zum Projekt.

Das IGF-Vorhaben 351/ZBG der Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. (FOSTA) mit der Koope-ration des Gemeinschaftsausschuss Verzinken e.V. (GAV) und des Deutschen Ausschuss für Stahlbau (DASt) wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschafts-forschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Den vorgenannten Einrichtungen sei für die Betreuung und Förderung an dieser Stelle sehr herzlich gedankt. Das Forschungsprojekt wurde durch die AiF für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) mit dem Otto von Guericke Preis 2014 ausgezeichnet. Auch dafür sei an dieser Stelle gedankt.


OvG-Preisverleihung

FOSTA   DASt   GAV


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Kontakt

Dipl.-Ing. Dennis Rademacher